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Presse  | 25.06.2015

Induktives Härten von Lenkritzeln

Lenkritzel sind integrale Bestandteile von Lenkungssystemen. Daher werden jedes Jahr auch Millionen von diesen Bauteilen gefertigt. Dabei liegt die Standardisierung der Produktion bei den Herstellern und Zulieferern im Automobilbau voll im Trend. Der Fokus liegt dabei auf perfekt aufeinander abgestimmten Fertigungsverfahren und Maschinensystemen, die an verschiedenen Standorten in immer gleicher Qualität fertigen können. Selbiges gilt natürlich auch für die Fertigung von Lenkritzeln.

Einsatzhärten vs. Induktionshärten

Bauteile, die in ihrer Lebenszeit millionenfach für die Kraftübertragung von Lenkkraft auf Lenkgetriebe zuständig sind, müssen natürlich gehärtet werden, um diesen Belastungen standhalten zu können. Dies wiederum bedeutet einen nicht zu unterschätzenden logistischen Aufwand, vor allem wenn das Härten per Einsatzhärten bei einem externen Dienstleister geschieht. Die Teile müssen zwischen Wärmebehandlungs-Dienstleister und Fertiger hin und her transportiert werden, was nicht nur Zeit, sondern auch bare Münze kostet. Das Einsatzhärten erfordert zudem eine aufwendigere Nachbearbeitung, um den Wärmeverzug auszugleichen.

Die Alternative zu diesem Vorgehen ist das Härten der Werkstücke direkt in der Fertigungslinie, ohne Zeitverzögerungen und aufwendige Transportlogistik. Dies wird durch das Induktionshärten ermöglicht, bei dem der gesamte Härteprozess, nämlich Anlassen, Härten und Abkühlen, in wenigen Sekunden geschieht.

Härten präzise gesteuert

eldec hat sich einen Namen gemacht, wenn es um die Entwicklung und Herstellung hocheffizienter Induktionserwärmungstechnologie geht. Beim Einsatz dieser Technologie geht es um die sehr präzise Einbringung der Wärmeenergie durch exakte Steuerung der Wirbelströme und der Frequenzen, mit denen diese eingebracht werden. Diese hochgenaue Steuerung ermöglicht es, nur die Bestandteile eines Werkstücks zu erwärmen, die gehärtet werden sollen; im Falle eines Lenkritzels also nur der Randbereich der Verzahnung. Daher ist der Prozess auch so schnell: Nicht das ganze Werkstück wird erwärmt, sondern nur einige wenige Millimeter des Randes.

Härte-Technologie von den Experten

Mit den Härtemaschinen der „MIND“-Reihe (M-odular IND-uction) bietet eldec zudem eine Maschinenlösung, die sich je nach Werkstückabmessung, gewünschtem Härtebild und Losgröße optimal konfigurieren lässt. Dabei wird nicht nur der Arbeitsraum, sondern die komplette Anlage, vom Generator, über das Kühlsystem, bis zum Induktor maßgeschneidert hergestellt. Kombiniert mit den anderen Maschinen der EMAG Gruppe lässt sich so ein schlüsselfertiges Gesamtsystem realisieren, das in punkto Produktivität Maßstäbe setzt.